Die letzte Etappe: Der NS-Staat legalisiert die flächendeckende Ausplünderung

Im November 1941 vollzog die Reichsregierung einen entscheidenden Schritt zur Ausplünderung der Juden. Während in Deutschland die Deportationen begannen und die SS im besetzten Polen die ersten Vernichtungslager erbaute, wurde die 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz erlassen. Diese bestimmte, dass sämtliche Vermögenswerte der Deportierten und Ermordeten dem NS-Staat verfielen.


Die 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz (November 1941) bildete die rechtliche Grundlage für die Enteignung des Vermögens der deportierten Juden (Reichsgesetzblatt)

1945 waren die Vermögenswerte der jüdischen Bevölkerung fast vollständig vernichtet oder unter den Profiteuren aufgeteilt. Der Staat, Einrichtungen der NSDAP, einzelne Parteifunktionäre, Unternehmen oder Privatleute hatten sich den einstigen Besitz der jüdischen Bevölkerung angeeignet.