Max Beier: Akquisiteur und SS-Mitglied

Seit 1940 entwickelte die Allianz Geschäftsbeziehungen zu Wirtschaftsunternehmen der SS. Einzelnen Personen wie z. B. Max Beier (1889-1945) kam dabei eine wichtige Funktion zu. Beier war ein geschäftlich erfolgreicher Subdirektor der Allianz Zweigniederlassung Berlin und unterhielt enge Beziehungen zur SS. Er akquirierte umfangreiche Aufträge für Versicherungen von Werkstätten der Deutschen Ausrüstungswerke (DAW). Die DAW war ein Bestandteil des Unternehmenskonglomerats der SS-Wirtschaftsbetriebe.


Max Beier (1889-1945), Subdirektor der Allianz Zweigniederlassung Berlin

Für Gebäude und Güter dieser Werkstätten der SS in Konzentrationslagern schloss die Allianz Feuer- und Transportversicherungspolicen mit den SS-Wirtschaftsbetrieben ab. Sie war dabei meist als ein Mitglied eines Konsortiums mehrerer Versicherungsgesellschaften tätig.

Mitarbeiter der Versicherungsgesellschaft erhielten in Einzelfällen die Möglichkeit zur Besichtigung der Werkstätten. Zur Festlegung der Vertragsbedingungen für eine Feuerversicherung gestatteten beispielsweise 1940 die Deutschen Ausrüstungswerke Max Beier Zugang zum KZ Dachau, um die dortigen Werkstätten zu inspizieren.